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Pressemitteilung vom 07.07.2010
Ratgeber Recht
Prof. h.c. Dr. Abdurrahim Vural hilft, diese Fragen zu beantworten

Die 8 größten Schuldenfallen…und wie Sie gar nicht erst reintappen

Schicksal Schulden - mehr als 6 Millionen Verbraucher sind betroffen, kommen nicht mehr aus den roten Zahlen (Creditreform-Studie). In diesem Jahr müssen bis zu 140.000 Deutsche Privatinsolvenz anmelden (Infodienst Bürgel)! Überschuldete Privatpersonen sind im Schnitt mit 33.300 Euro in den Miesen („iff-Überschuldungsreport“)!

Schuldenfalle Jobverlust
Das Problem: Nach der Kündigung fallen schon im ersten Jahr 37% bis 40% vom Ein-kommen weg, die Kosten bleiben gleich.
Betroffen: (ein Drittel aller Fälle von Über-schuldung): Befristet Beschäftigte, niedrig qualifizierte Arbeitnehmer, Krisen-branchen.

Das hilft: Mit aller Kraft neue Arbeit suchen! Kosten minimieren: z. B. Auto, Handy, Haustier! Außerdem: Energieversorger wechseln, Versicherungen prüfen. Wichtig: Miete, Strom und Heizung auf jeden Fall bezahlen. Nach Möglichkeit Kreditraten senken oder stunden lassen. Wichtig: Wer keine Finanzreserven hat, sollte bei Jobverlust sofort einen Termin bei der Schuldnerberatung vereinbaren.

Schuldenfalle Scheidung/ Trennung
Das Problem: Wer auszieht hat hohe Kosten für Zusatzmiete, Möbel, Ausstattung, Rechtsanwalt. Alte Kredite und Bürgschaften laufen weiter. Unterhalt wird selten sofort überwiesen.
Betroffen: In der Regel Frauen mit Kindern, aber auch für Scheidungsväter wird es oft finanziell eng.

Das hilft: Gemeinsame Konten sofort stilllegen! Nie auf Unterhalt verzichten, zur Not erst mal Jugendamt um Vorschuss bitten. Väter sollten Unterhalt vorrangig zahlen, weil sonst verschärfte Pfändung droht.

Schuldenfalle Immobilien-Finanzierung
Das Problem: Kredit- und Nebenkosten werden unterschätzt, die eigene Finanzkraft wird überschätzt! Oft ist eine Nach-finanzierung nötig – die Belastung steigt. Aber: Viele Käufer oder Bau-herren sind nicht bereit, an anderer Stelle zu sparen.
Betroffen: Familien, aber auch Singles und Paare.

Das hilft: Zur Sicherheit Finanzierung vorher mit Verbraucherzentrale durchspielen! Mindestens 25% Eigenkapital mitbringen! Mehrere Baugeldangebote vergleichen, öffentliche Förderung prüfen. Eigenleistung nicht überschätzen! Nach dem Einzug: Strenge Ausgabedisziplin!

Schuldenfalle Dispo
Das Problem: Kontoüberziehung ist die teuerste Form des Schuldenmachens! Wer ein Jahr lang 2.500 Euro in den Miesen ist, zahlt dafür bei 13% Dispo-Zins 325 Euro „Leihgebühr“. Wer den Dispo-Rahmen sprengt zahlt bis zu 20%!
Betroffen: Alle, denen die Bank „Dispositionskredit“ gewährt.

Das hilft: Dispo immer nur im Notfall, immer nur kurz nutzen - sonst Umschuldung in günstigeren Ratenkredit (mit Rückzahlungspflicht!) prüfen. Bank bitten, Dispo auf 1 Monatseinkommen zu begrenzen.

Schuldenfalle Kauf auf Pump
Das Problem: Werbetricks locken mit „Komfortkauf“ usw. Aber: Wer auf Raten kauft, nimmt Kredit und zahlt drauf. Zinskosten, Bearbeitungs-gebühr, Restschuldenversicherung verteuern die Anschaffung. Bei mehreren Ratenkrediten verliert der Kunde schnell den Überblick.
Betroffen: Spontankäufer, Schnäppchenjäger, Internet-Shopper, Katalog-Besteller.

Das hilft: Wahre Kosten vorrechnen lassen, Zinsen vergleichen. Wenn Portemonnaie und Konto leer sind auf unnötige Ratenkäufe verzichten -mit ihnen beginnt oft die Schuldenspirale.

Schuldenfalle Handy
Das Problem: Dauergespräche wegen Belanglosigkeiten, falscher Tarif, teure Klingelton-Abos und Anrufe bei gebührenpflichtigen Nummern.
Betroffen: Oft Schüler, Azubis, Studenten

Das hilft: Einzelverbindungsnachweis verlangen, Rechnung kontrollieren, monatliches Gebührenaufkommen begrenzen. Wer erreichbar sein will und wenig telefoniert sollte Prepaidkarten nutzen. Regelmäßig Tarife vergleichen.

Schuldenfalle Kaufrausch
Das Problem: Unkontrollierte Lustkäufe, häufig per Kreditkarte oder im Internet. Oft sollen einfach nur Freunde oder Nachbarn beeindruckt werden.
Betroffen: Menschen mit eher geringem Selbstwertgefühl und viel Zeit.

Das hilft: Kritisch hinterfragen, was man sich wirklich leisten kann. Vor dem Schoppen Einkaufsliste machen, nur kaufen, was wirklich gebraucht wird. Vorher Limit setzen, diesen Betrag bar mitnehmen, auf Kartenkauf verzichten. Wer Kreditkartenschulden nicht sofort begleicht, zahlt 15%-18% Zinsen. Im Zweifelsfall Kreditkarte zerschneiden.

Schuldenfalle Krankheit
Das Problem: Bei längerer Krankheit gibt es nur noch Krankengeld (10% bis 20% unter letztem Netto), in ernsten Fällen droht auf Dauer Erwerbsunfähigkeit mit noch höheren Verlusten. Die Kosten für Arztbesuche und Arzneien sind hoch, die Gefahr von Frustkäufen wächst.
Betroffen: Chronisch Kranke, körperlich oder psychisch stark belastete Menschen.

Das hilft: Kostenübernahmen durch Krankenkasse ausschöpfen, ggf. Kasse wechseln. Möglichst kleine Finanzreserven für medizinische Sonderausgaben ansparen. „Luxus“-Ausgaben wie Außer-Haus-Essen einschränken.

Mitteilung vom 07.07.2010

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Bundeskörperschaft des öffentlichen Rechts

Av. Mehmet Ayhan
Pressesprecher

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