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  1. Zusammenfassung
  2. Zeitlicher Ablauf der Auseinandersetzung mit Links und Auszügen. Wegen häufiger Überarbeitungen der Texte von Gess und der etwas unübersichtlichen website der Islamischen Religionsgemeinschaft ist die Chronologie gewöhnungsbedürftig.
  3. Bedenkenswertes und/oder amüsante Zitate von islamischereligionsgemeinschaft.org

Zusammenfassung

  1. Gess veröffentlicht ein Essay und postuliert nach Freud, der Islam sei eine Zwangsneurose, ein Straftatbestand “Islamophobie” illegitim.
  2. Vural fordert die Bestrafung Gess bei der Präsidentin der FH Bielefeld wg. Volksverhetzung.
  3. Er fordert von Gess 2899.40 € wg. Verwendung eines urheberrechtlich geschütztes Fotos. (wohl mit Recht – über den Betrag kann man streiten)
  4. Er fordert weitere 1775.64 €, weil Gess von Vural als “Präsidenten” in Anführung geschrieben hatte, dies sei eine Beleidigung.
  5. Der Anwalt fordert aus eigener Initiative 1275.64, weil Gess ihm öffentlich eine “Abzockmasche” vorgeworfen habe, dies sei Schmähkritik.
  6. Vural stellt über seinen Anwalt Strafanzeige und Strafantrag gegen Gess wg. des Präsidenten in Anführungszeichen. (wg. sonst nichts!)

Ablauf mit Links und Auszügen

  • 12. Dezember 2009/kritiknetz.de: Gess veröffentlicht ein Essay mit dem Titel “Zwangsneurose Islam oder Straftatbestand Islamophobie”. Später wird es ohne Nachfrage beim Autoren unter islam-deutschland.info eingestellt.
  • 25. September 2009, Übersicht Vurals/IR: Vural fordert von der Präsidentin der FH Bielefeld, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, “im Namen der Muslime aus aller Welt eineAuflärung sowie die Bestrafung von Prof. Gess.” Dies wg. Gess’ “Volksverhetzung” und “übler Nachrede” auf dem “rassistisch geprägtem Internetportal” islam-deutschland.info, sowie, wg. eines sinnentstellenden Zitats S. Freuds durch Gess, des “Diebstahls von wissenschaftlichen Erkenntnissen, noch dazu vollkommen einseitig und aus dem Zusammenhang genommen”.
  • 23. November 2009: Eine Pressemitteilung Vurals mit der Überschrift: “Dummheit und blinder Hass gegenüber dem Islam müssen bestraft werden!” Durch der Behauptung der “Islam [sei] eine kollektive Zwangsneurose” habe Gess nicht nur “alle Religionen dieser Welt verunglimpft”, sondern “sich selbst als Christ auch“. Gess habe Freud zudem falsch interpretiert, dem sei es um die “Möglichkeit der Heilung von Krankheiten durch den Glauben” gegangen.
  • 2. Dezember 2009, wieder Übersicht Vurals/IR, (Datumsangabe von Gess; die enthaltene Datumsangabe 2.9.09 ist falsch, aus der Überschrift “2. Schreiben” und dem Inhalt ergibt sich ein späteres Datum): Vural bedankt sich bei Rennen-Allhoff für die “schnelle und positive Reaktion” auf sein Schreiben und verweist u.a. auf islam-deutschland.info als gefordertes “Beweismittel”. Er “unterstell[t]“, dass Gess vom Betreiber um Erlaubnis zur Wiedergabe gefragt wurde. Er endet mit dem Hinweis, seine “achtjährige Tochter” werde “in der Schule gerade wegen dieser Internetseite von ihren Mitschülern so schlecht behandelt”, “dass sie alle Anzeichen einer Posttraumatischen[sic] Belastungsstörung zeigt”.
  • Genaues Datum unbekannt/kritiknetz.de: Auf obiges Schreiben fordert Rennen-Allhoff mit dem “Subject” [sic] “Verleumdung des Präsidenten der islamischen Religionsgemeinschaft” Gess zu einer Stellungsnahme auf.
  • 14. Januar 2010: Vurals Anwalt, Andreas Wisuschil, macht 2000.- Schadensforderungund 899.40 Anwaltskosten geltend, weil Gess ein urheberrechtlich geschütztes Foto von dessen Website benutzt habe.
  • 16. Januar 2010, wieder Übersicht Vurals/IR: Vural teilt Rennen-Allhoff mit, er habe mit großer Bestürzung Gess’ Artikel in dessen Internetzeitschrift “Kritiknetz” gelesen. Dieser mache sich nicht nur über die Islamische Religionsgemeinschaft und Vural lustig, sondern auch über Rennen-Allhoff. Er erwarte zu “diesem ungeheuerlichen Vorfall” eine Stellungnahme.
  • 18. Januar 2010: Anwalt Wisuschil verlangt von Gess 1000.- Schadensforderung und 775.64 Anwaltskosten, weil Gess von Vural als “Präsidenten” in Anführung geschrieben habe, dies sei eine Beleidigung, ggfls. erfolge ein Verfahren.
  • 18. Januar 2010: Wisuschil macht aus eigener Iniative 500.- Schadensforderung und 775.64 Anwaltskosten geltend, weil Gess ihm öffentlich eine “Abzockmasche” vorgeworfen habe, dies sei Schmähkritik.
  • 18. Januar 2010: Vural verlinkt Abmahnungen gegen den “durchgeknallten” und “irre gewordenen Islamfeind Professor Heinz Gess”, der mit einer “neonazistischen Gruppierung” zusammenarbeite”.
  • 18. Januar 2010: Vurals Anwalt stellt in dessen Auftrag Strafanzeige und Strafantrag wg. des Präsidenten in Anführungszeichen. (wg. sonst nichts, Gess’ Überschrift “Kollektive Zwangsneurose oder Straftatbestand Islamophobie” wird lediglich erwähnt und nicht strafrechtlich gewürdigt.)

Bedenkenswertes und/oder amüsante Zitate

  • Pressemitteilung/IR: Vural wurde 2007 verhaftet. Er betreibt nun seine Rehabilitation, “dies mit der Macht von sachlichen, aber nicht zu widerlegenden Argumenten”. Laut eigener Aussage bisher vergeblich.
  • Pressemitteilung/IR: Vurals Lebenswerk ist “die Durchsetzung des Islamischen Religionsunterrichtes in allen Sprengeln und Stufen der Berliner Schulen”.
  • Schreiben Vurals an Angela Merkel/IR: Er läßt seinen Anwalt Andreas Wisuschil an die Bundeskanzlerin schreiben, denn er sieht im “Konzept eines deutschen Kulturislam” den “Schlüssel für die Lösung des im Zunehmen begriffenen integrationspolitischen Problems”. “Der deutsche Kultur-Islam nach dem Vural´schen Konzept beruht auf nachfolgenden tragenden Säumen [sic]:” [... bedingungsloses Bekenntnis zum GG, Freundschaft zu [sic] den USA, Anerkennung des Existenzrechts Israels …] “Es [...] gibt [...] eine Vielzahl von Kultur-Islamen [...] Als Beispiel hierfür könnte die Lehre des Islam-Gelehrten Professor Dr. Tariq Ramadan angeführt werden, oder etwa auch [der] Islam-Gelehrte[] Imam Safi. [...] Vural [...] genießt [...] ein hohes Ansehen und gilt [...] als eine Autorität von dem Format, wie es den obigen Glaubens-Autoritäten entspricht. [...] Diese Autorität basiert auf nachfolgenden Gegebenheiten: [...] Vural ist mit 15 Jahren der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e. V. Als Mitglied beigetreten, stieg in dieser schnell in die höchsten Ebenen auf und wirkt dort seit nunmehr über 25 Jahren.”

    “Im Schulterschluss” mit seinem Anwalt “hat er seinen erheblichen Wissensfundus mit Spezialkenntnissen des Unterfertigten derart verschränkt, dass [ein] Konzept für einen modernen, toleranten und weltoffenen Islam zentraleuropäischer Prägung in eine präsentationswürdige Form gegossen werden konnte”.

    Zudem habe “er das Erste und das Zweite Juristische Staatsexamen erfolgreich abgelegt, dadurch die Befähigung zum Richteramt in der Bundesrepublik Deutschland erlangt” [!], auch sei er rechtswissenschaftlich promoviert worden. Für “seine rechtssoziologisch geprägte rechtswissenschaftliche Forschung in Betreff zu Integrationsfragen” habe “er einen Honorarprofessorentitel” verliehen bekommen.
  • Schreiben Vurals an alle Botschafter der Welt/IR: Unter dem Titel “Schreiben des Prof. Vural an alle Bottschafter [sic] und Botschafterinnen der Welt über das [sic] Rechtsmißbrauch der Bundesrebublik Deutschland” fragt er fettgedruckt “Rechtsmassaker in der Bundesrepublik Deutschland?” Er urteilt, die “Bundesrepublik Deutschland” sei “kein Rechtsstaat”, die “Würde der Menschen” werde “mit Füßen getreten”. Der deutsche Staat habe “versucht”, ihn “mit mafiösen Mitteln [...] zu vernichten”, weil er “für die Rechte der Muslime erfolgreich gekämpft [...] und die Gleichberechtigung der Muslime mit Christen beinahe zum Erfolg geführt” habe. Man habe ihn “unter grausamen Bedingungen in Untersuchungshaft genommen, um ein Geständnis abzupressen”. Deutsche Richter seien “nur [...] Marionetten der Politiker”. Wie das deutsche Sprichwort sage: “Auf hoher See und vor den deutschen [sic] Gerichten ist man allein und in Gottes Hand”.
  • Pressemitteilung/IR: Vural ist allerdings mehr als Stolz, wenn ein Richter (Dr. Bernd Pickel, Präsident des Landgerichts Berlin) sich zum Gespräch mit ihm einfindet. Vural habe damit “einen großen historischen Erfolg errungen”.
  • Pressemitteilung/IR: “Die Islamische Religionsgemeinschaft K. d. ö. R. ist Inhaberin des Körperschaftsstatus, auch ohne dass ihr dieser von dem Bundesland Berlin hätte verliehen werden müssen. … Der betreffende Körperschaftsstatus wurde ihr nämlich von der ehemaligen DDR staatsrechtlich verbindlich verliehen, wobei dieser im Wege des Einigungsvertrag das staatsrechtliche Bezugssystem der Bundesrepublik mit staatsrechtlicher Wirkung auf eben diese übergegangen ist. … Dies ist Folge der Staatsfusion zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland, sowie deren unterschiedlicher staatsorganisationsrechtlichen Verfasstheit, einerseits als zentralistisches, andererseits als föderalistisches Staatswesen”. (Scans der DDR Dokumente vom 1. März 1990 [!], ausgestellt im Auftrag von Lothar de Maizière)
  • Schreiben Vurals an den Vorstandsvorsitzenden der Charité/IR: Ein Gerichtssachverständiger, Prof. Dr. H.-L. Kröber von der Charité, soll Vural nach dessen Aussage als Junkie bezeichnet haben. Zudem soll Kröber ein Gutachten bestätigt haben, dass ein Dr. Frank Wendt über Vural angefertigt hatte.

bluetenlese.wordpress.com - 23.01.2010




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